Geschichte

Die Entstehung des Konzepts der Quartiergärten

Das Konzept der Quartiergärten ist 2005 entstanden, aufgrund von Überlegungen von equiterre und Städteplanern zur Umgestaltung öffentlicher Räume. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf brachliegenden, verwahrlosten Räumen. Auf der Mikroebene können solche Räume umgestaltet werden, indem kleine Grünflächen angelegt werden und eine Bank hinzugefügt wird (eine Idee, welche aus partizipativen Projekten von equiterre stammt). Aus den Überlegungen zu solchen kleinen Gärten ist die Idee der Quartiergärten entstanden (in New York wird im Zusammenhang mit der Gestaltung von Parks der Ausdruck «Pocket Garden» benutzt). Daraufhin hat equiterre nachgeforscht, woran in dieser Hinsicht im Ausland gearbeitet wird. Da wenig Material gefunden wurde, hat equiterre kurzerhand eine Charta aufgestellt, um die Umrisse des Konzepts Quartiergarten zu zeichnen und die Idee zu illustrieren.

Durchführung eines Wettbewerbs für Gross und Klein: «Quartiergarten: Mehr als ein Wunschtraum. Gestalten Sie mit!»

Der von April bis September 2006 durchgeführte Wettbewerb, lud sowohl Kinder als auch Erwachsene ein, ihren idealen Quartiergarten zu entwerfen. Ziel des Wettbewerbs war es, die Teilnehmer zum Nachdenken anzuregen, die Idee der Quartiergärten bekannt zu machen und die Bedürfnisse der Bevölkerung bezüglich der städtischen Raumgestaltung besser zu erfassen. Mehr als 300 Antworten sind bei uns eingegangen. Der Wettbewerb lud ein, folgende Fragen zu beantworten: Wie sieht ihr idealer Quartiergarten aus? Wie stellen Sie sich Ihre Oase in der städtischen Wüste vor? Wie bringen Sie die Leute zusammen? Worauf sitzt man? Welche Pflanzen wachsen in Ihrem Garten? Welchen Platz haben Kunst und Kultur? Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf! Denken Sie sich einen Quartiergarten in Ihrer Nähe aus und beschreiben Sie ihn! Die Kinder konnten ein Bild einer Betonwüste mit Farben, Blumen und Menschen verschönern.

Gestaltung eines temporären Gartens an der «Fête du développement durable» in Genf

Im 2006 hat equiterre im Rahmen der Genfer «Fête du développement durable», die alle Akteure der nachhaltigen Entwicklung im Kanton zusammenbringt, einen temporären Garten gestaltet, um den Teilnehmern das neue Projekt vorzustellen.

Umsetzung von zwei Quartiergärten in Genf

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Grünflächen und Umwelt (Service des espaces verts et de l’environnement) der Stadt Genf und mit der Unterstützung der Loterie Romande und des Fonds Landschaft Schweiz hat equiterre im Jahr 2006 zwei Quartiergärten geschaffen. Der erste entstand im Quartier Saint-Jean auf dem Dach eines Parkhauses (Av. des Tilleuls) und der zweite in der Altstadt (Rue Théodore-de-Bèze).

Zusammenarbeit mit der Genfer Schule für angewandte Kunst für die Gestaltung von Mobiliar

Gemeinsam mit der Genfer Schule für angewandte Kunst gestaltetes Mobiliar

Im Hinblick auf die Errichtung von Quartiergärten in Genf hat equiterre mit der Genfer Schule für angewandte Kunst (Ecole d’art appliqué) Mobiliar entwickelt.

Zusammenarbeit mit der HEPIA für die Stadt Gland

Im Hinblick auf die Schaffung eines Quartiergartens in Gland hat equiterre für die Gestaltung und Umsetzung des geeigneten Mobiliars mit der Hochschule für Landschaft, Ingenieurwissenschaft und Architektur (Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture) in Genf zusammengearbeitet.

Entwicklung einer Bank für Menschen mit eingeschränkter Mobilität in Lausanne

Basierend auf Erkenntnissen aus der empirischen Forschung über urbane Bänke, hat equiterre in Zusammenarbeit mit Ticinoro – Hersteller von nachhaltigem Mobiliar aus lokalem Kastanienholz – Sitzgelegenheiten entwickelt, welche auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität gerecht werden, damit auch sie in die zukünftigen Quartiergärten integriert werden können (vgl. Charta).

Ein «temporärer Quartiergarten» an der Ausstellung zu nachhaltiger Mobilität

Um das Konzept der Quartiergärten zu präsentieren und um zu zeigen, wie wichtig es ist, dass Bänke an die Mobilität aller angepassten sind, hat equiterre während der Woche der Mobilität vom 14. bis 27. September 2009 im Forum des Rathauses in Lausanne einen «temporären Quartiergarten» errichtet.

Quartiergarten in Yverdon (laufend)

equiterre arbeitet mit dem Amt für Städteplanung und der Agenda 21 in Yverdon, um im Quartier «Pierre de Savoie» zwei bis drei Quartiergärten zu errichten.

Kongress Natur in Basel

Die fünfte Ausgabe der Veranstaltung NATUR hat vom 11. bis 14. Februar 2010 in Basel im Musical Theater  zum Thema «Biodiversität – Unsere Zukunft» stattgefunden. Im Rahmen dieser Veranstaltung hat equiterre ein Atelier über Quartiergärten geleitet.

Symposium zum Thema Natur in der Stadt an der Universität Lausanne

Dieses von Studenten des Masters in nachhaltiger Städteplanung  der Universität Lausanne organisierte Symposium befasste sich mit der Rolle der Natur für eine nachhaltige Stadtentwicklung. equiterre hat dabei das Projekt Quartiergarten vorgestellt.